Tag der Menschenrechte - Briefmarathon 2019

Im Rahmen des Briefmarathons 2019 wurden auf unserem Stand beim Imkerbasar in Bad Segeberg wieder fleissig Briefe und Postkarten gegen Menschenrechtsverletzungen geschrieben.

Wir danken allen, die mitgemacht haben.

Alle anderen haben noch die Gelegenheit, online auf www.briefmarathon.de mitzumachen.

Super Demo!

1500 Leute waren dabei, wir waren wirklich "bunt".

Danke an alle, die mitgemacht haben!

Segeberg bleibt bunt

In Bad Segeberg versuchen aktuell Neonazis ein neues Terrornetzwerk aufzubauen. Die Gruppe nennt sich „Aryan Circle“ und versucht Menschen einzuschüchtern und Anhänger zu werben. Um dies zu erreichen werden Schüler*innen gezielt angesprochen und Menschen die nicht in ihr faschistisches Weltbild passen, bedroht und angegriffen.

Angeführt wird die Gruppe von einem veurteilten Vergewaltiger, der u.a. einen Obdachlosen totgetretten und den Sturm18 gegründet hat. Als einer seiner Kameraden aussteigen wollte, hat er ihn eine Woche festgehalten und foltern lassen.

Wir wollen eine solche Gruppe nicht tolerieren.

Nicht in Bad Segeberg oder anderswo.

Bitte unterstützt die Initiative und kommt zahlreich zur Demo mit euren Freund*innen, Bekannten, Arbeitskolleg*innen, Kindern, Eltern und Großeltern!

Zeigt euren Protest bunt, laut, kreativ und kraftvoll!

Gemeinsame Demonstration durch die Stadt

Datum: 09.11.2019 um 13 Uhr

Startpunkt: Platz vor der VR-Bank in der Fußgängerzone (Kurhausstraße 1)

Wetiere Informationen findet ihr hier.

 

Ahmed Mansoor - Menschenrechtsverteidiger

Am 31. Dezember 2018 wurde die zehnjährige Haftstrafe gegen den Menschenrechtsverteidiger Ahmed Mansoor vom obersten Bundesegericht der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt. Damit sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft.

Ahmed Mansoor ist Blogger, Dichter und ein bekannter Menschenrechtsverteidiger. 2015 wurde ihm der renommierte Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger verliehen. Seit 2006 dokumentierte er die Menschenrechtslage in den Vereinigten Arabischen Emiraten und sprach sich in seinem Blog, in den sozialen Medien und in Interviews mit internationalen Medien öffentlich für die Durchsetzung internationaler Menschenrechtsstandards aus.

Er befindet sich nur deshalb in Haft, weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat.

Eren Keskin - Rechtsanwältin in der Türkei

Seit dem Putschversuch im Juli 2016 geht die türkische Regierung mit noch größerer Härte als zuvor gegen kritische Stimmen im Land vor. Für ihr systematisches Vorgehen gegen Regierungs­kritikerinnen und -kritiker nutzte die Regierung zunächst ihre weitreichenden Befugnisse auf Grundlage des nach dem Putschversuch ausgerufenen Ausnahmezustands. Obwohl der Ausnahme­zustand im Juli 2018 auslief, hat sich die Menschenrechtssituation seitdem nicht wesentlich verbessert. Denn die türkischen Behörden haben den Ausnahmezustand genutzt, um die Auswei­tung ihrer Befugnisse langfristig zu sichern, kritische Stimmen mundtot zu machen und grundlegende Rechte einzuschränken.

Besonders betroffen von Repressalien sind diejenigen, die sich für die Opfer von Menschenrecht­verletzungen und für einen besseren Menschenrechtsschutz in der Türkei einsetzen: Menschen­rechts­verteidigerinnen und -verteidiger  werden mit Gewalt bedroht, willkürlich strafrechtlich verfolgt und inhaftiert.

Eren Keskin ist Rechtsanwältin und eine renommierte türkische Menschenrechtsverteidigerin. Sie ist führendes Mitglied der Menschenrechtsorganisation İHD und hat zudem eine Organisation gegründet, die Opfern von sexueller Belästigung und Vergewaltigung in Polizeihaft oder im Gefängnis Rechtshilfe bietet. Während ihres jahrzehntelangen Einsatzes für die Menschenrechte wurde Eren Keskin bereits mehrfach aufgrund missliebiger Äußerungen angeklagt und verurteilt, erhielt immer wieder Morddrohungen und war physischen Angriffen ausgesetzt. 

Bitte setzen Sie sich mit uns für Eren Keskin ein! zum Appell