Lesung im Bildungswerk mit Martin Klingst

In Kooperation mit dem Druckwerk und dem Ev. Bildungswerk veranstalten wir eine Lesung mit Martin Klingst. Diese Veranstaltung ist für die Segeberger Amnesty-Gruppe gleichzeitig ein Beitrag zum 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Wir freuen uns, dass wir Martin Klingst, politischer Korrespondent bei der ZEIT, für die Lesung gewinnen konnten. Martin Klingst erzählt an diesem Abend, wie es heute, 70 Jahre nach Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, um die darin festgeschriebenen, grundlegenden Rechte von Menschen weltweit steht.

 

         Veranstaltungsort: Bildungswerk
    Falkenburger Strasse 88
    23795 Bad Segeberg
  Datum / Uhrzeit: Mittwoch, 15.5.2019
    19:30 Uhr
  Eintritt: 5 € (ermäßigt 2 €)

Ahmed Mansoor - Menschenrechtsverteidiger

Am 31. Dezember 2018 wurde die zehnjährige Haftstrafe gegen den Menschenrechtsverteidiger Ahmed Mansoor vom obersten Bundesegericht der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt. Damit sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft.

Ahmed Mansoor ist Blogger, Dichter und ein bekannter Menschenrechtsverteidiger. 2015 wurde ihm der renommierte Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger verliehen. Seit 2006 dokumentierte er die Menschenrechtslage in den Vereinigten Arabischen Emiraten und sprach sich in seinem Blog, in den sozialen Medien und in Interviews mit internationalen Medien öffentlich für die Durchsetzung internationaler Menschenrechtsstandards aus.

Er befindet sich nur deshalb in Haft, weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat.

amnesty international hat eine Urgent Action für ihn gestartet, die sie hier finden.

Hungerstreik

Wie wir inzwischen erfahren haben, ist Ahmed Mansoor im März aus Protest gegen seine Haftbedingungen und ein unfaires Gerichtsverfahren in den Hungerstreik getreten. Er wird unter schlechten Bedingungen in Einzelhaft gehalten.

Bitte setzen Sie sich für seine Freilassung ein. Wie das am besten geht, erfahren Sie hier.

Eren Keskin - Rechtsanwältin in der Türkei

Seit dem Putschversuch im Juli 2016 geht die türkische Regierung mit noch größerer Härte als zuvor gegen kritische Stimmen im Land vor. Für ihr systematisches Vorgehen gegen Regierungs­kritikerinnen und -kritiker nutzte die Regierung zunächst ihre weitreichenden Befugnisse auf Grundlage des nach dem Putschversuch ausgerufenen Ausnahmezustands. Obwohl der Ausnahme­zustand im Juli 2018 auslief, hat sich die Menschenrechtssituation seitdem nicht wesentlich verbessert. Denn die türkischen Behörden haben den Ausnahmezustand genutzt, um die Auswei­tung ihrer Befugnisse langfristig zu sichern, kritische Stimmen mundtot zu machen und grundlegende Rechte einzuschränken.

Besonders betroffen von Repressalien sind diejenigen, die sich für die Opfer von Menschenrecht­verletzungen und für einen besseren Menschenrechtsschutz in der Türkei einsetzen: Menschen­rechts­verteidigerinnen und -verteidiger  werden mit Gewalt bedroht, willkürlich strafrechtlich verfolgt und inhaftiert.

Eren Keskin ist Rechtsanwältin und eine renommierte türkische Menschenrechtsverteidigerin. Sie ist führendes Mitglied der Menschenrechtsorganisation İHD und hat zudem eine Organisation gegründet, die Opfern von sexueller Belästigung und Vergewaltigung in Polizeihaft oder im Gefängnis Rechtshilfe bietet. Während ihres jahrzehntelangen Einsatzes für die Menschenrechte wurde Eren Keskin bereits mehrfach aufgrund missliebiger Äußerungen angeklagt und verurteilt, erhielt immer wieder Morddrohungen und war physischen Angriffen ausgesetzt. 

Bitte setzen Sie sich mit uns für Eren Keskin ein! zum Appell