Ahmed Mansoor - Schlechte Haftbedingungen

Am 31. Dezember 2018 wurde die zehnjährige Haftstrafe gegen den Menschenrechtsverteidiger Ahmed Mansoor vom obersten Bundesegericht der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt. Damit sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft.

Ahmed Mansoor ist Blogger, Dichter und ein bekannter Menschenrechtsverteidiger. 2015 wurde ihm der renommierte Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger verliehen. Seit 2006 dokumentierte er die Menschenrechtslage in den Vereinigten Arabischen Emiraten und sprach sich in seinem Blog, in den sozialen Medien und in Interviews mit internationalen Medien öffentlich für die Durchsetzung internationaler Menschenrechtsstandards aus.

Er befindet sich nur deshalb in Haft, weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat.

Am 7. September begann Ahmed Mansoor einen Hungerstreik, um gegen seine Haftbedingungen und Schläge durch die Gefängniswärter zu protestieren. Ende Oktober beendete er den Hungerstreik, weil sich sein Gesundheitszustand sehr verschlechtert hatte. Seine Haftbedingungen wurden nicht verbessert. Schon seit dem 20. März 2017 befindet er sich ohne Matratze und ohne Zugang zu Frischluft in Einzelhaft.

Bitte setzen Sie sich die Verbesserung seiner Haftbedingungen und seine Freilassung ein.  Den Appellbrief finden Sie hier

Eren Keskin - Rechtsanwältin in der Türkei

Seit dem Putschversuch im Juli 2016 geht die türkische Regierung mit noch größerer Härte als zuvor gegen kritische Stimmen im Land vor. Für ihr systematisches Vorgehen gegen Regierungs­kritikerinnen und -kritiker nutzte die Regierung zunächst ihre weitreichenden Befugnisse auf Grundlage des nach dem Putschversuch ausgerufenen Ausnahmezustands. Obwohl der Ausnahme­zustand im Juli 2018 auslief, hat sich die Menschenrechtssituation seitdem nicht wesentlich verbessert. Denn die türkischen Behörden haben den Ausnahmezustand genutzt, um die Auswei­tung ihrer Befugnisse langfristig zu sichern, kritische Stimmen mundtot zu machen und grundlegende Rechte einzuschränken.

Besonders betroffen von Repressalien sind diejenigen, die sich für die Opfer von Menschenrecht­verletzungen und für einen besseren Menschenrechtsschutz in der Türkei einsetzen: Menschen­rechts­verteidigerinnen und -verteidiger  werden mit Gewalt bedroht, willkürlich strafrechtlich verfolgt und inhaftiert.

Eren Keskin ist Rechtsanwältin und eine renommierte türkische Menschenrechtsverteidigerin. Sie ist führendes Mitglied der Menschenrechtsorganisation İHD und hat zudem eine Organisation gegründet, die Opfern von sexueller Belästigung und Vergewaltigung in Polizeihaft oder im Gefängnis Rechtshilfe bietet. Während ihres jahrzehntelangen Einsatzes für die Menschenrechte wurde Eren Keskin bereits mehrfach aufgrund missliebiger Äußerungen angeklagt und verurteilt, erhielt immer wieder Morddrohungen und war physischen Angriffen ausgesetzt. 

Bitte setzen Sie sich mit uns für Eren Keskin ein! zum Appell